Haben Sie Fragen zum Managed Services Vokabular?
Unsere Begriffsdefinitionen helfen Ihnen umgehend auf die Sprünge. |
Als Managed Services bezeichnet man klar umgrenzte Aufgabenfelder, die durch einen – oft spezialisierten - Dienstleister via Internet auf Basis eines definierten Preismodells erbracht werden. Im Gegensatz zum Outsourcing gibt es hier in der Regel keinen Übergang von Personal und Assets. Darüber hinaus weisen Managed Services meistens ein hohes Mass an Standardisierung auf und wird für Aufgaben genutzt, die sich schnell und vergleichsweise unkompliziert übergeben lassen. Oft sind dies Infrastrukturkomponenten, wie Betriebs- und Datenbanksysteme, periphere Infrastrukturen, Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung von Softwareapplikationen oder Supportdienstleistungen. Aber auch Remote-Management-Services wie Installation, Administration, Monitoring oder Inspection lassen sich als Managed Services einkaufen.
Software as a Service, kurz SaaS, beschreibt die Nutzung von Anwendungssoftware, die nicht selbst gekauft und betrieben wird. Anbieter von SaaS betreiben die Software auf eigenen Servern und stellen sie ihren Kunden zur Nutzung über das Internet zur Verfügung. Im Vergleich zum ASP-Modell ist SaaS weitergehend auf die Integration mit anderen Systemen und Applikationen eingestellt und kann dadurch auch den Ansatz einer Serviceorientierten Architektur (SOA) besser unterstützen. Dadurch kann ein Unternehmen seine Arbeitsabläufe/Prozesse im „Mietverhältnis“ durchgängiger gestalten.
Vorteile des Software-as-a-Service Modells sind zum einen die geringeren, weil nutzungsabhängigen Kosten. Beim SaaS-Model fallen weder Kosten für die Infrastruktur - diese wird ja vom Dienstleister gestellt und betrieben - noch für Betrieb und Wartung der eigentlichen Lösung an.
Beim Application Service Providing wird durch einen Dienstleister eine Anwendung (z. B. ein ERP-System) betrieben und dem Kunden über öffentliche Netze (z. B. das Internet) angeboten. In den Unternehmen stehen nur noch Geräte für die Erfassung und Darstellung der Ergebnisse. Der ASP kümmert sich um die gesamte Anwendungs-Administration, wie Datensicherung, das Einspielen von Patches etc. Anders als beim Application Hosting umfassen ASP-Dienstleistungen auch Services (z. B. Benutzerbetreuung) um die Anwendung herum.
Outsourcing (dt. Auslagern = Produktionsschritte an andere vergeben) bezeichnet in der Ökonomie die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen. Es ist eine spezielle Form des Fremdbezugs von bisher intern erbrachter Leistung, wobei Verträge die Dauer und den Gegenstand der Leistung fixieren. Das grenzt Outsourcing von sonstigen Partnerschaften ab.
Unter Insourcing versteht man die Wiedereingliederung von (zuvor outgesourcten = ausgelagerten) Prozessen und Funktionen in das Unternehmen.
Insourcing reduziert die Abhängigkeit von externen Zulieferern, da wieder grössere Teile des Gesamtproduktionsprozesses im eigenen Unternehmen vorgenommen werden.
Eine Variante des Insourcing liegt dann vor, wenn Arbeitskräfte, deren Stellen durch Rationalisierung weggefallen sind, weiterbeschäftigt (statt entlassen) werden, indem ehemals externe Teile der Produktion ins Unternehmen zurückgeholt werden.
Als Insourcing wird überdies auch die Übernahme einer bisher fremden Leistung in die eigene Geschäftsaktivität bezeichnet.
Beim Outtasking übernehmen externe Dienstleister einzelne Aufgaben. Anders als beim BPO (Business Process Outsourcing) behält das Auftrag gebende Unternehmen sowohl die Prozesskontrolle als auch die Personalverantwortung oder Assets. Es vergibt nur einzelne Funktionen an Dritte. Typische Beispiele dafür sind Aufgaben ("tasks") in den Bereichen Software-Entwicklung, Datenverarbeitung, Webdesign, Internetrecherche, Digitalisierung von Dokumenten, Erstellung von Folienpräsentationen, Übersetzung von Texten etc.
Der Begriff Offshoring bezeichnet eine Form der Verlagerung unternehmerischer Funktionen und Prozesse ins Ausland. Auslöser für eine Offshoring-Entscheidung sind in der Regel die im Ausland günstigeren Rahmenbedingungen, insbesondere bei den Arbeitskosten.
Oft wird der Begriff „Offshoring“ einschränkend auch nur bei Verlagerungen in weit entfernte Länder (von Europa aus gesehen hauptsächlich Länder in Amerika oder Asien) verstanden. Davon abzugrenzen ist das Nearshoring, das die Verlagerung von Aufgaben und Funktionen in benachbarte Länder bezeichnet.
Unter Onshoring versteht man das Auslagern nahe beim Auftraggeber, worauf oft Grosskunden bestehen. Als Beispiel kann man eine Autofabrik heranziehen, die Teile und/oder Services für die von ihr produzierten Autos - z.B. Türen oder Lackierarbeiten - von einer anderen Firma bezieht, die sich auf demselben Firmengelände befindet. Die Nähe zum Kunden stellt dabei einen strategischen Vorteil dar.
Shared Services bezeichnen einerseits die konsolidierten und zentralisierten Dienstleistungsprozesse in einem Unternehmen. Anderseits wird der Begriff auch für Services angewandt, die von einem Dienstleister für mehrere Unternehmensbereiche erbracht werden (Stichwort: one to many). Dabei werden gleichartige Prozesse aus verschiedenen Bereichen eines Unternehmens zusammengefasst und von einer zentralen Stelle oder Abteilung bearbeitet. Die anbietende Stelle wird in der Regel als "Shared Service Center" (SSC) bezeichnet. Die Abteilungen, welche die Dienste in Anspruch nehmen, stehen in einer Art Kunden-Lieferanten-Verhältnis zum SSC. Die Eingliederung in die Unternehmensstruktur kann sowohl im eigenen Hause, als auch extern erfolgen. Auch die Ansiedelung in einem Niedriglohnland ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.
Im Gegensatz zum Outsourcing, werden die Dienstleistungen beim Shared Service Konzept von internen Dienstleistern erbracht.